Was sind Podcasts eigentlich? Bei den sogenannten Podcasts handelt es sich um eine Serie von Audio- oder Videobeiträgen, die auf eine technisch spezielle Weise über das Internet vertrieben werden. Die Beiträge können sich mit den verschiedensten Themenbereichen befassen. Podcasts können beispielsweise Erzählungen, Interviews oder Dokumentationen, aber auch musikalische Beiträge enthalten. Im Prinzip entspricht das Format der Podcasts größtenteils dem Angebot herkömmlicher Medien und Informations-, Nachrichten- sowie Unterhaltungs-Sendungen, wie man sie aus dem TV oder Radio kennt. Der Hauptunterschied liegt vor allem im technischen Bereich.

Bei herkömmlichen Medien aus der Zeit vor dem Internet mussten sich die Konsumenten auf bestimmte Zeiten einstellen und danach richten, wann die Beiträge ausgestrahlt wurden. Hatte man einen Beitrag verpasst, konnte man darauf hoffen, dass dieser irgendwann wiederholt wurde. Dies wurde durch die Einführung der Podcasts grundlegend geändert. Denn zeitgemäßer Medienkonsum bedeutet, dass man selbst entscheiden kann, wann und in welcher Form man Medienbeiträge in sein Leben integrieren möchte. Ein wesentliches Merkmal der Podcasts ist, dass diese abonnierbar sind und die einzelnen Episoden auf unterschiedlichen Geräten wie zum Beispiel Smartphones oder Laptops abgespielt werden können.

Ursprünge des Podcastings

Was das Podcast-Phänomen ursprünglich ins Rollen brachte, waren tatsächlich einige Erfindungen der Firma Apple. Es begann mit der Einführung der iPod-Geräte und der dazugehörigen iTunes-Software. Der erste iPod kam 2001 auf den Markt und es handelte sich um ein portables Medien-Abspielgerät. Im Jahr 2005 verkündete der Apple-Gründer Steve Jobs die innovative Methode, mit der das Angebot und der Nutzen der iPods und der iTunes-Software verbessert und bereichert werden sollten. Dabei erklärte er die Bedeutung des Begriffs Podcasting und sprach von der Zusammensetzung der Worte iPod und Broadcasting.

Als Erfinder des Podcasting-Konzeptes gilt der Publizist Tristan Louis. Die erste modifizierte Umsetzung der Methode stammt vom Software-Entwickler Dave Winter. Doch der erste Mensch, der den Begriff Podcasting im Jahr 2004 geprägt hat, war der Journalist Ben Hammersley. Der Begriff setzt sich aus den beiden englischen Worten pod und cast zusammen. Pod lässt sich als Kapsel oder Hülse übersetzen und cast ist die Endung des Wortes Broadcast, das für Sendung oder Übertragung steht.

Wie werden Podcasts abonniert?

Die Podcasts sind entweder über spezielle Apps oder über Webseiten abonnierbar, die technisch dafür ausgelegt sind. Die meist gängige Methode zum Abonnieren von Podcasts ist die über den sogenannten RSS-Feed. Eine Web-Anwendung, die RSS-Feeds anbietet, ist über das entsprechende einheitliche Symbol erkennbar. Dieses besteht aus drei weißen Zeichen vor orangem Hintergrund: In der linken unteren Ecke steht ein Punkt, der die Sendequelle symbolisiert. Dieser wird von zwei Viertel-Kreisbögen ergänzt, die die übertragenen Daten symbolisieren.

RSS steht für den englischen Begriff Really Simple Syndication, was einfach gesagt soviel bedeutet wie Wirklich Einfache Vereinigung. Das Wort Feed bedeutet Versorgen. Das Besondere an den RSS-Feeds ist, dass sie viel Aufwand und Mühe ersparen können. Denn RSS-Feeds vereinfachen die Verwaltung von Quellen, Themen und Beiträgen enorm. Bevor es diese technische Möglichkeit gab, musste man die häufiger besuchten Webseiten immer wieder manuell nach neuen interessanten Inhalten durchsuchen. Wenn man ein Abonnement hat, wird man automatisch benachrichtigt, sobald RSS-Feed-Betreiber neue Inhalte veröffentlichen.

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